Wo sitzt das Typenschild?
Bei gedichteten Plattenwärmetauschern am Gestell: meist an der festen Gestellplatte, die je nach Hersteller auch Kopf- oder Frontplatte heißt.[1],[3],[6] APV nennt außerdem die bewegliche Druckplatte als möglichen Platz.[2]
Welche Angaben wichtig sind
- Typ und Seriennummer – Grundlage jeder Ersatzteil- und Serviceanfrage.[2]
- Zulässiger Druck und zulässige Temperatur – Grenzen, in denen das Gerät betrieben werden darf.
- Spannmaß (min. und max.) – auf dieses Maß wird das Plattenpaket nach dem Öffnen wieder gespannt.[4],[5],[6]
- Baujahr – hilft, ältere Plattengenerationen zuzuordnen.
Tab. 1
Typenschild und Typbezeichnung je Hersteller
- Alfa Laval
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Das Typenschild sitzt meist an der Gestellplatte und nennt unter anderem Typ, Seriennummer, Baujahr, zulässigen Druck (PS) und zulässige Temperatur (TS), Prüfdruck und Lage der Anschlüsse.[1]
- APV
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Laut APV-Bedienungsanleitung sitzt das Typenschild am Gestellkopf oder an der Druckplatte. Für Service und Ersatzteile verlangt APV immer die Seriennummer vom Typenschild; dort oder in der Montagezeichnung steht auch das minimale und maximale Spannmaß.[2]
Die Gerätebezeichnung setzt sich aus Platte und Gestell zusammen, etwa „N35 MGS-16“: Die Zahl hinter dem Gestellkürzel ist der Auslegungsdruck in bar.[7]
- Fischer
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Laut Fischer-Bedienungsanleitung steht die Fabrikationsnummer des Apparats auf dem Typenschild an der Frontplatte des Gestells; jede Platte trägt eine eingestanzte Chargennummer. Über diese Nummern lassen sich Ersatzplatten zuordnen.[3],[8]
Die Plattentypen heißen etwa „E18-CFC“; das Kürzel in der Mitte steht für das Profil, zum Beispiel CF für Combi Flow oder FH für Fischgrät hart.[3],[9]
- Funke
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Laut Funke-Betriebsanleitung nennt das Typenschild unter anderem Typ bzw. Baureihe, Seriennummer, Baujahr, Betriebs- und Prüfdruck, Betriebstemperatur, Volumen, Anschlusslage und das Anspannmaß (PP min. und max.).[5]
Funke schreibt die Typen mal mit, mal ohne Leerzeichen: „FP 22“ im Katalog, „FP22“ in den Factsheets. Die neueren Serien tragen die alte Nummer im Typ – der FP2022 ersetzt den FP22, der FP4031 den FP31.[10],[11],[12]
- Kelvion
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Laut Kelvion-Betriebsanleitung nennt das Typenschild unter anderem Typ, Seriennummer, zulässige Drücke und Temperaturen, Prüfdruck, Baujahr und das Spannmaß (a max. und min.).[4]
Bei NT und den übrigen Baureihen der N-Serie entspricht die Zahl im Typ der Anschlussnennweite: Ein NT 100 hat DN 100. Bei der älteren VT-Reihe gilt das nicht – ein VT 40 hat bis zu DN 125.[13],[14]
Die Buchstaben T, S, M, L und X hinter der Größe stehen für unterschiedlich lange Platten derselben Baugröße: gleiche Breite und gleicher Anschluss, andere Länge. Nicht jede Kombination gibt es, den NT 150 zum Beispiel nur als S und L. Je nach Dokument steht der Typ mit oder ohne Leerzeichen, etwa „NT 100 M“ oder „NT100M“.[4],[15]
- Sondex
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Laut aktueller Danfoss-Betriebsanleitung kommen SONDEX®-, Danfoss- und kundenspezifische Typenschilder vor.[16]
Der Typcode ist aufgebaut wie „S14A-IS16-21-TKTL89“: Plattentyp (S14A), Gestell (IS) mit Druckstufe (16 bar), Plattenzahl (21) und die Anordnung der Platten.[17]
Das A hinter der Größe steht für Hang-on-Dichtungen, ohne A sind es SonderLock-Dichtungen. Die Gestellkürzel bedeuten: IS Industrie mit Tragrolle, IG Industrie ohne Tragrolle, FS und FG Lebensmittelausführung.[17]
- SWEP
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SWEP schreibt die Typen ohne Leerzeichen, oft mit vorangestelltem Firmennamen, etwa „SWEP B25T“.[18]
Die Seriennummer auf dem Typenschild verschlüsselt laut SWEP-Anleitung unter anderem Werk, Baujahr, Monat und Produktcode.[19]
Einige Typen, etwa B5T oder B15T, gibt es unter gleichem Namen als kupfergelötete und als Edelstahl-Ausführung. Unterscheiden lassen sie sich nur über den Variantencode – ein Foto des Typenschilds hilft hier besonders.[20]
- Thermowave
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Das Typenschild sitzt laut Thermowave-Betriebsanleitung an der Kopfplatte und nennt unter anderem Apparatetyp, ID-Nummer und Baujahr, Spannmaß (Anfangs- und Endmaß), zulässigen Druck und zulässige Temperatur.[6]
Im Typ steht TL für ThermoLine und EL für Eco Line, dahinter die Plattengröße, etwa 0090 oder 0250. Je nach Dokument steht der Typ zusammengeschrieben („TL0090“) oder mit Leerzeichen („TL 90“).[6],[21]
- Tranter
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Das Typenschild des SUPERCHANGER sitzt am festen Gestell. Es nennt unter anderem Modell, Seriennummer, Baujahr, zulässigen Druck und Temperatur (MAWP, MDMT), Prüfdruck, Fläche und das Plattenpaketmaß min./max. Fehlt das Schild, ist die Auftragsnummer (Shop Order) oben rechts ins feste Gestell eingeschlagen. Für Ersatzteile verlangt Tranter Modell und Seriennummer.[22]
Die Modellnummer ist aufgebaut wie „GXD-042-H-7-UP-102“: Plattenstil (GX), Strömung (D diagonal, P parallel), Plattengröße (042), Prägungswinkel (H, L oder M), Plattendicke (7 = 0,7 mm), Gestell (UP) und Plattenzahl (102).[22]
Plattenstile: GX Ultraflex, GC konventionell, GL konventionell mit Dichtung in der neutralen Ebene, GF Freiströmer, GD Doppelwand, GW halbgeschweißt. AHRI-zertifizierte Ausführungen tragen vorn ein A (AT, AX, AC, AL, ADW).[22],[23]
Geräte von vor dem 1. Juli 2002 tragen ältere Plattennamen, etwa UFX-42 statt GXD-042 oder GC-26 statt GCP-026. Jede Platte trägt an beiden Enden eingeschlagene Codes für Chargennummer, Werkstoff sowie Monat und Jahr der Herstellung.[22]
SUPERMAX-Typen sind aufgebaut wie „SM-07-H-05-HS-64“: Fläche je Platte in m² (07), Prägung (H), Plattendicke (05 = 0,5 mm), Druckklasse (HS) und Plattenzahl (64).[24]
Häufige Fragen
Wo finde ich die Seriennummer?
Auf dem Typenschild am Gestell, meist an der festen Gestellplatte, bei manchen Herstellern auch an der Druckplatte. Fischer stanzt zusätzlich eine Chargennummer in jede Platte. Bei gelöteten Geräten sitzt das Schild direkt auf dem Gerät.
Das Typenschild fehlt oder ist unlesbar – was nun?
Fotografieren Sie das ganze Gerät, die Anschlussseite und eine Platte, falls das Gerät offen ist, und messen Sie Höhe, Breite, den Abstand der Anschlussmitten und das Spannmaß. Zählen Sie die Platten, wenn möglich. Damit lässt sich der Typ meist eingrenzen.
Wozu braucht man das Spannmaß?
Das Spannmaß gibt an, wie weit das Plattenpaket zusammengezogen wird. Kelvion, Funke, Thermowave und APV nennen es auf dem Typenschild oder in der Montagezeichnung. Nach einem Dichtungswechsel wird das Paket wieder auf dieses Maß gespannt.
Quellen (24)
- [1]Alfa Laval: Instruction manual gasketed plate heat exchangers, medium (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [2]Instruction Manual „APV Gasketed Plate Heat Exchangers“, GPHE-MANUAL-EN, ISSUED: 1000E-GB, ©2012 SPX Corporation (inhaltsgleiche Kopie: rodem.com/blog/slug/apv-gasketed-plate-heat-exchangers-manual/), abgerufen am 20.10.2026
- [3]Fischer: Bedienungs- und Wartungsanleitung (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [4]Kelvion: Operating Instructions – Gasketed plate heat exchangers, Vers. 1.8, 01/2018 (PDF) – Kopie bei vigmark.com, nicht verlinkt; abgerufen am 20.10.2026
- [5]Funke: Betriebsanleitung gedichtete Plattenwärmetauscher FP, V03.26 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [6]Thermowave: Betriebsanleitung Plattenwärmeübertrager, BA DE 10.2024 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [7]Data Sheet N35-2-C (N35 MGS-10C/16C/25C), BL. 1752 T, Stand 01.00 – APV/Invensys-Datenblatt (dreisprachig EN/DE/DK), APV Kolding, abgerufen am 20.10.2026
- [8]Fischer: Ersatzteile, abgerufen am 20.10.2026
- [9]Fischer: Wärmetauscherplatten (Plattenliste und Detailseiten), abgerufen am 20.10.2026
- [10]Funke: Plattenwärmeaustauscher, Prospekt PWT-0515 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [11]Funke: Factsheet FP2000 – Gedichtete Plattenwärmeübertrager DN 50 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [12]Funke: Factsheet FP4000 – Gedichtete Plattenwärmeübertrager DN 100 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [13]GEA PHE Systems: NT Plate Heat Exchangers, Prospekt 01/2009 (PDF) – Kopie bei hellopro.fr, nicht verlinkt; abgerufen am 20.10.2026
- [14]GEA PHE Systems: Varitherm Plate Heat Exchangers, Prospekt 01/2009 (PDF) – Kopie bei hellopro.fr, nicht verlinkt; abgerufen am 20.10.2026
- [15]Kelvion: Plate Heat Exchangers – Tailor-made solutions, Produktbroschüre 01/2018 (PDF) – Kopie bei cdn.energydais.com, nicht verlinkt; abgerufen am 20.10.2026
- [16]Danfoss: Operating guide gasketed plate heat exchangers, 2025 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [17]Data sheet Gasketed Plate Heat Exchangers (DN 50 / 2") S7A / S14A / S20A, VD.JQ.N1.02, 2019.05 (PDF, Web-Archiv), abgerufen am 20.10.2026
- [18]SWEP: Produktdatenblatt B25T (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [19]SWEP: Instruction Manual for Brazed Plate Heat Exchangers, 2024 (PDF), abgerufen am 20.10.2026
- [20]SWEP: All-Stainless, abgerufen am 20.10.2026
- [21]Thermowave: Broschüre thermolineECO, TW-PDT01DE-revC (PDF erzeugt 03.10.2025), abgerufen am 20.10.2026
- [22]Tranter: Archiv: Installation and Operation Manual SUPERCHANGER®, „SC-IOM-11-0107 650531“, © 2007 Tranter, Inc., 48 S., abgerufen am 22.10.2026
- [23]Tranter: tranter.com – Energy Heating and Cooling Product line plates inkl. AT-/AHRI-Serie, abgerufen am 22.10.2026
- [24]Tranter: Archiv: Installation and Operation Manual SUPERMAX®, „SM-IOM-1-0207 650569“, © 2007 Tranter, Inc., 20 S., abgerufen am 22.10.2026