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WTC Ratgeber Plattenwärmetauscher ein Angebot der TadoTec GmbH
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Fachbegriffe rund um den Plattenwärmetauscher

Hier erklären wir die Begriffe, die bei Wartung und Service von Plattenwärmetauschern aller Hersteller immer wieder fallen. Begriffe, die nur Alfa-Laval-Geräte betreffen, etwa ClipGrip oder CurveFlow, stehen im Fachwissen auf tadotec.de.

Stand: . Verantwortlich: Fachbereich Plattenwärmetauscher der TadoTec GmbH, Hückelhoven.

CIP (Cleaning in Place)
Reinigung im eingebauten Zustand: Eine Reinigungslösung wird im geschlossenen Kreislauf durch den Plattenwärmetauscher gepumpt, ohne ihn zu öffnen. Für gelötete Plattenwärmetauscher, die sich nicht zerlegen lassen, ist das der übliche Weg.
Clip-Dichtung
Klebstofffreie Dichtungsbefestigung: Die Dichtung wird mit Laschen oder Haltepunkten an der Platte fixiert. Das erleichtert das Neudichten. Viele neuere Baureihen nutzen diese Technik, bei Alfa Laval etwa unter den Namen Clip-on und ClipGrip.
Druckprobe
Prüfung nach Arbeiten an Platten oder Dichtungen: Der zusammengebaute Plattenwärmetauscher wird unter Druck gesetzt, um Undichtigkeiten auszuschließen. Prüfdruck und Ablauf richten sich nach den Vorgaben des Herstellers.
Elastomerdichtung
Dichtung aus elastischem Kunststoff wie NBR, EPDM oder FKM. Sie sitzt in der Nut jeder Platte eines gedichteten Plattenwärmetauschers und trennt die beiden Medien voneinander und von der Umgebung.
Energy Hunter
Programm von Alfa Laval, mit dem Prozesse und Plattenwärmetauscher auf Energieeinsparungen untersucht werden. Die TadoTec GmbH ist dafür zertifizierter Service-Partner.
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
Weit verbreiteter Dichtungswerkstoff für Wasser, Dampf und viele wässrige Medien. Für ölhaltige Medien ist EPDM ungeeignet.
Farbeindringprüfung
Zerstörungsfreies Verfahren, um oberflächenoffene Risse in Platten sichtbar zu machen: Ein Prüfmittel dringt in Risse ein und wird mit einem Entwickler sichtbar. Genormt ist das Verfahren in DIN EN ISO 3452.
FKM (Fluorkautschuk)
Dichtungswerkstoff für chemisch anspruchsvolle Medien und höhere Temperaturen. Welche Werkstoffe für ein Gerät zulässig sind, legt der Hersteller fest; maßgeblich ist das Typenschild.
Fouling
Unerwünschte Ablagerungen auf den Plattenoberflächen, etwa Kalk, Rost, Schlamm oder Biofilm. Fouling verschlechtert den Wärmeübergang und erhöht den Druckverlust.
Gedichteter Plattenwärmetauscher
Bauart, bei der die Platten mit Elastomerdichtungen zwischen Gestell- und Druckplatte verspannt sind. Das Paket lässt sich öffnen, reinigen und neu abdichten.
Geklebte Dichtung
Die Dichtung wird mit Klebstoff in der Nut fixiert. Beim Neudichten müssen alte Dichtungen und Kleberreste vollständig entfernt werden, bevor neu geklebt wird.
Gelöteter Plattenwärmetauscher
Kompakte Bauart ohne Dichtungen: Die Platten sind miteinander verlötet, meist mit Kupfer oder Nickel. Das Gerät lässt sich nicht öffnen und wird im eingebauten Zustand (CIP) gereinigt.
Halbgeschweißter Plattenwärmetauscher
Je zwei Platten sind zu einer Kassette verschweißt; zwischen den Kassetten sitzen Dichtungen. Die geschweißte Seite nimmt Medien auf, für die Elastomerdichtungen ungeeignet sind.
NBR (Nitrilkautschuk)
Weit verbreiteter Dichtungswerkstoff, beständig gegen Öle und Fette. NBR altert unter anderem durch Ozon: Die Dichtungen verhärten und können reißen.
Plattenpaket
Alle Wärmeübertragungsplatten eines Plattenwärmetauschers, zusammengespannt zwischen Gestell- und Druckplatte. Die Zahl der Platten bestimmt die Übertragungsfläche.
Rekonditionierung
Aufarbeitung eines gedichteten Plattenwärmetauschers: Die Dichtungen werden entfernt, die Platten gereinigt und auf Risse geprüft, anschließend wird das Paket neu abgedichtet und montiert.
Spannmaß
Abstand zwischen Gestellplatte und Druckplatte im angezogenen Zustand. Er bestimmt, wie stark die Dichtungen gepresst werden, und ist vom Hersteller vorgegeben; bei Alfa Laval heißt er „Maß A“.
Thermografie
Berührungslose Temperaturmessung mit einer Wärmebildkamera. Am Plattenwärmetauscher zeigt sie ungleichmäßige Durchströmung oder Verstopfungen, ohne dass das Gerät geöffnet werden muss.
Typenschild
Sitzt meist an der Gestellplatte und nennt Hersteller, Typ und Seriennummer, oft auch Baujahr, zulässigen Druck und zulässige Temperatur. Typ und Seriennummer sind die Grundlage jeder Ersatzteilanfrage.
Wärmeübergangskoeffizient
Maß dafür, wie gut Wärme zwischen Medium und Platte übergeht, angegeben in W/(m²·K). Ablagerungen auf den Platten senken ihn und damit die Leistung des Wärmetauschers.